Erläuterungen zu den Beispielrechnungen

Die Mietvorauszahlungen im HAUS RENGOLD werden grundsätzlich auf 40 Jahre ausgelegt und jährlich mit 2,5% abgewohnt. Sie sind im Rang nach den Banken gemeinsam im Grundbuch durch eine Sammelgrundschuld abgesichert. Mietvorauszahlungen sind nicht als Kapitalanlage zu verstehen, sondern als wesentlicher Finanzierungsbaustein, einerseits um für HAUS RENGOLD Kapitaldienst einzusparen und andererseits um für die Bewohner ihre laufenden Kosten zu reduzieren, denn es fallen monatlich nur noch die Nebenkosten und die Servicepauschale an. 

Die Mietvorauszahlung verzehrt sich grundsätzlich nach Wohnungsübernahme jährlich um 2,5 % und ist nach 40 Jahren vollständig aufgezehrt. Nicht abgewohnte Mietvorauszahlungenzum Ende der Mietzeit werden selbstverständlich zurückgezahlt. 

Die monatliche Miete als Alternative zur Mietvorauszahlung beträgt mindestens  

12,95 €/m² und maximal 14,45 €/m² (zzgl. sämtlicher Nebenkosten und der Servicepauschale), je nach Wohnung. 

Im Haus Ulme gibt es Apartments, die je nach Wohnlage zwischen 10,95 €/m² (normale Wohnlage) und 12,45 €/m² (beste Wohnlage) (zzgl. sämtlicher Nebenkosten und der Servicepauschale) kosten. Die Apartments mit den geringeren Mietpreisen werden konzeptionell vorrangig pflegebedürftigen oder besonders betreuungsbedürftigen Menschen angeboten, da diese durch die Pflege- und Betreuungskosten ohnehin besonders mit Kosten belastet sind. 

Auf Anfrage bieten wir gerne Teilmietvorauszahlungen an, so dass eine Mischform zwischen einer laufenden Miete und einer Mietvorauszahlung entsteht, je nach Ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten. Bitte beachten Sie dazu die Beispielrechnungen.

Miete und Mietvorauszahlung sind bei ausgewogener Betrachtung langfristig in etwa gleichwertig, wenn man von Zinseszins-Effekten bei der Kapitalisierung absieht, die im Mietrecht gesetzlich nicht vorgesehen sind. Kein Modell ist auf lange Sicht günstiger oder ungünstiger für den einzelnen Bewohner. Beide Modelle haben jeweils ihre Vorzüge. Wer allerdings über Vermögen verfügt, „vermag“ mit einer Mietvorauszahlung zu helfen, da die gemeinschaftliche Einrichtung HAUS RENGOLD als freier Träger damit in einem bestimmten Rahmen auch ohne Bank über mehr Liquidität für die Investitionen verfügen kann.

Die Gemeinschaftsflächenpauschale als Bestandteil der Kaltmiete beträgt 95,00 € monatlich je Wohnung und 0,67 €/monatlich je m² der persönlichen Wohnfläche (auch bei Mietvorauszahlung).

Die Servicepauschale pro Person beträgt monatlich 80,00 € und beinhaltet unter anderem eine 24-stündige Notrufbereitschaft durch eine Pflegefachkraft im Hause, Notfallversorgung, Krankenhausnachsorge, Zuschüsse zum Rengold-Fonds, Beratung und organisatorische Hilfen, Bereitstellung eines jährlichen Kulturbudgets.

Jeder, der plausibel nachweisen kann, dass er ohne Unterstützung aus dem Rengold-Fonds seine laufenden Kosten an HAUS RENGOLD nicht begleichen kann, erhält auf Antrag und nach Leistungsfähigkeit von HAUS RENGOLD die Möglichkeit, eine reduzierte Servicepauschale in Höhe von minimal 60,00 € (regulär sind es 80,00 € monatlich) zu entrichten. Von der Servicepauschale sind rund 20,00 € für den Rengold-Fonds vorgesehen, der mit seinen Mitteln auch Menschen in Notlagen unterstützt. 

Die Nebenkosten setzen sich zusammen aus:

- persönlichen Nebenkosten (individuellen Heizkosten, Kalt- und Warmwasser, Strom) Ermittlung durch wohnungseigene Zähler (exklusiver Stromversorg- ungsvertrag mit HAUS RENGOLD); Vorauszahlung für persönliche Nebenkosten monatlich 1,50 €/m² mit jährlicher Abrechnung;

- Betriebskosten (z.B. Müllabfuhr, Reparaturen, Heizungskosten für Gemeinschaftsflächen, Aufzüge, Grundsteuer, Reinigung, Versicherungen, Hausmeisterliche Verwaltung, Gartenpflege u.v.m.). Die Vorauszahlung beträgt derzeit 3,50 €/m² monatlich, mit jährlicher Abrechnung.

Jeder Bewohner kann unter drei Anbietern seinen Telefonanschluss wählen. Zusätzlich ist jede Wohnung an eine moderne Lichtrufanlage (Notrufsystem) angeschlossen. Diese kostet zusammen mit der Datenleitung für Fernsehsignale 8,00 € je Monat.

Die Extras, wie persönliche externe Telefongebühren, und soweit gewünscht, Autoeinstellplatz, Kellerersatzraum, Betreuung und Therapien, Pflegeleistungen, Verpflegung (hauseigene, bio-orientierte Küche) werden privat oder über die Kostenträger abgerechnet.

Sämtliche Serviceleistungen entnehmen Sie unserem aktuellen Leistungskatalog, in dem die Preise für Pflege, Verpflegung, Hauswirtschaft, Technik und Parkgebühren u.a. aufgeführt sind. Den Leistungskatalog finden Sie in unserer Hausmappe.

Auto-Stellplätze, Carport-Plätze und auch Kellerersatzräume können wir gegen Berechnung nur bei entsprechender Verfügbarkeit vergeben.